Marianne Richert Pfau, Stefan J. Morent. Hildegard von Bingen. Der Klang des Himmels (Europäische Komponistinnen, Band 1).
Cologne/Weimar: Boehlau Verlag,
2005. 401 Seiten, 20 s/w-Abbildungen auf 16 Tafeln.
Mit Musik-CD [401 pages, 12 black/white illustrations. Includes
Audio-CD] € 24,90/SFr 43,70,
ISBN 3-412-11504-5, ISBN
978-3-412-11504-3
Böhlau Verlag
GmbH & Cie Köln
www.boehlau.de
Abstract:
The book offers a critical approach to the twelfth-century composer Hildegard von Bingen, and by way of select analyses assesses her work in the context of contemporary musical repertoires, philosophies about music, and music theory. New scholarship leads to the deconstruction of some old and recent myths about Hildegard, and affords a fresh view of this fascinating figure in European history.
Buchinformation:
Die Mystikerin und Ordensfrau
Hildegard von Bingen (1098-1179) fasziniert die Menschen bis heute.
Dieses Buch stellt sie als begnadete Komponistin geistlicher Musik vor. Es betrachtet die spirituellen und künstlerischen Voraussetzungen ihres Schaffens und folgt ihrem Weg von der
Stille des Klosters an die Öffentlichkeit. Darüber hinaus fragt es
nach dem liturgischen Kontext ihrer Kompositionen und ordnet sie in das zeitgenössische Musikgeschehen ein. Hildegard von Bingen hat sich
selbst als
eine Ungelehrte in musikalischen Belangen bezeichnet, die nie eine systematische Unterweisung in Gesang oder in sonstiger Musiklehre erhalten habe. Diese Selbstdarstellung
hat es schwer gemacht, die Bedeutung von Hildegards musikalischem
Schaffen richtig zu bestimmen. Von manchen als naive Figur gezeichnet, die ihre Gesänge mehr
schlecht als recht hervorbrachte, von anderen aber als
göttlich Inspirierte überhöht, jenseits jeglicher Konvention, hat sie sich dem
modernen Zugriff immer wieder entzogen.
Dabei besteht kein Zweifel: Hildegard wurde bei der
Übersetzung des visionär Gehörten in die irdisch-musikalische
Klangwelt von ihrer eigenen musikalischen Prägung geleitet und verschwindet nicht hinter ihrem Werk.
Rezensionen:
[...] Historische Komponistinnen
wahrzunehmen bedeutet nicht zuletzt, ihren kulturellen Hintergrund sichtbar zu machen. [...] Ziel der Herausgeberinnen
Annette Kreutzinger-Herr und
Melanie Unseld ist es, Komponistinnen, die bislang eher Randfiguren
der Musikgeschichte waren, offensiv ins Zentrum zu rücken,
um die Vielfalt weiblicher Kreativität im musikalisch-kulturellen Kontext deutlich zu machen.
VivaVoce, Frühjahr 2006
[...] ein wertvoller Schritt zur Wissensvermittlung
mittelalterlicher Musik für die Allgemeinheit.
Verena Naegele, Schweizer Musikzeitung, November 2005
Einen hohen Anspruch geben sich Marianne Richert Pfau und Stefan J. Morent in „Hildegard von Bingen - Der Klang
des Himmels“. So soll
einerseits Laien in gut verständlicher Sprache die komplexe Welt mittelalterlichen Denkens und Musikmachens näher gebracht, andererseits aber auch ein Überblick
über den Stand der wissenschaftlichen Forschung vermittelt werden. [...] Es gelingt ihnen, die Vielschichtigkeit der mittelalterlichen Kulturgeschichte,
in der Hildegard in so elementarer
Weise verankert war, plastisch
zu veranschaulichen. Im Mittelpunkt der Betrachtungen steht das Denken Hildegards,
die von Gott einen konkreten Auftrag erhielt: „Schreib, was du siehst und hörst! Tu kund die Wunder,
die du erfahren!“
Verena Naegele, Neue Zürcher Zeitung,
16.11.2005
Die Mystikerin und Ordensfrau
Hildegard von Bingen (1098-1179) fasziniert die Menschen bis heute.
Dieses Buch stellt sie als begnadete
Komponistin geistlicher Musik vor [...], betrachtet die spirituellen und künstlerischen Voraussetzungen ihres Schaffens[...], fragt nach
dem liturgischen Kontext ihrer Kompositionen
und ordnet sie in das zeitgenössische Musikgeschehen ein.
Literatur-Report, www.literatur-report.de/cms,
31/07/2005